Freitag, 16. Januar 2009

Es geht wieder los

Der Operationstermin steht.
Ich dachte, ich wäre vorbereitet gewesen.
Ich war es nicht.

Alles ist auf einen Schlag wieder da.
Stammplatz des Herzens: In der Hose.

Um mir selbst zu helfen, versuche ich, die Dinge aus heutiger Sicht kurz zusammenfassen:
- Maximilian hat die Hirschsprung-Krankheit.
- Da diese zu spät festgestellt wurde, kam es zu der gravierenden Situation vor etwas mehr als 4 Monaten.
- Der Zustand in Maximilians Gedärmen war das Problem.
- Als Folge erlitt der Kleine mehrere stark lebensbedrohliche Situationen.
- Es wurde eine Kolostomie gelegt, d.h. der Darm wurde im unteren Bereich durch trennt und die beiden jetzt offenen Enden als Ausgänge an der Bauchdecke gelegt.

Jetzt geht es darum, den Darm wieder zusammen zu flicken.
Ein entscheidender Unterschied zu vor 4 Monaten (*mutmach*):
Damals handelte es sich um eine der Situation entsprechende Notoperation.
Jetzt können wir einige Dinge vorbereiten, damit die Sache hoffentlich etwas besser verläuft. Medikamente, Vitamine, Antibiotika, Training etc. .

Trotzdem ist noch nicht klar, ob in Aguascalientes operiert werden wird.
Abhängig wird dies davon gemacht, wie der untere Teil des Darms funktioniert.
Dies soll man testen können, obwohl mir noch nicht klar ist, wie das Folgende biologisch/medizinisch/physisch/chemisch möglich sein soll:
Von heute an sollen wir in den Teil des Darms, der von der Bauchdecke Maximilians zum "Hinterausgang" führt, Wasser spritzen. "Spritzen" bedeutet mit einer Spritze.
Dadurch soll "Popo" produziert werden, welches logischerweise den altgewohnten Weg in die Windel nehmen würde.
Klappt das ohne größere Probleme, wird in Aguascalientes operiert.

Klappt das nicht ohne größere Probleme, werden wir wahrscheinlich nach León müssen.
Was dort anders ist und was man dort anders machen kann, weiss ich bisher nicht.

Als Operationstermin wurde der 16. Februar 2009 angesetzt.
Ein Montag.
Vorgesehen ist eine Woche Krankenhausaufenthalt.

Wenn es - Erfolg vorausgesetzt - dabei bleibt, dann erscheint mir eine Woche Krankenhausaufenthalt wie das Paradies.
Perspektiven sind keine Konstanten.

1 Kommentare:

luposine hat gesagt…

puh.....

Erst mal drück ich dich und dann drück ich ganz ganz fest die Daumen und schick ganz viele positive Gedanken, dass alles so gut wie nur irgend möglich geht!

Alles Liebe, herzliche Huggels!
Eveline

 
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