Freitag, 23. Mai 2008

Acapulco vs. Cancún vs. Puerto Vallarta

...oder Schere, Stein, Papier. Cancún ist eindeutig das Papier. Das sag ich jetzt einfach mal so, rein subjektiv beurteilt natürlich.

Falls ich's vergesse: Ich schieb noch ein paar Glückwünsche zum Klassenerhalt des VfL Osnabrück ein.

Jedenfalls darf ich mich, ganz ohne arrogant sein zu wollen , zu denen zählen, die in jeder dieser drei Städte bzw. deren Region (gern) waren.

Im oben genannte Cancún eigentlich nur, um zur Isla Mujeres zu kommen und natürlich, weil's da einen Flughafen gibt. Diese Insel lass' ich außen vor bei der Kritik. Cancún selbst ist, seit gut einer Dekade, ein beliebtes Reiseziel für Mexiko-Urlauber geworden. Vorwiegend aus den USA und europäischen Staaten. Zweckmäßig zum Baden in der mexikanischen Karibik. Und als Ausgangspunkt um die wirklich vielen Magnete der Halbinsel Yucatáns zu besuchen. Eine aus dem Boden gestampfte Hotelstadt. Dort spielt sich auch das meiste ab. Auf der mehr als zehn Kilometer langen Sandbank mit ihrer Hotelskyline. Die "Altstadt" Cancúns war zum Zeitpunkt meiner Anwesenheit so gut wie tot. Und das am 2. Januar, also in einer Zeit, wo doch die halbe arbeitende Welt noch Urlaub genießt. Im nahegelegenen Playa del Carmen (auch aus dem Boden gestampft) ist da deutlich mehr los, da sich alles in der schön angelegten Innenstadt abspielt. Zwar auch eine Touristenhochburg, aber wie ich finde, mit mehr Flair. Ein paar weitere Kommentare sind gerne im Blog nachzulesen.

Acapulco. Die legendäre Stadt an einer tollen Bucht. Mit den weltberühmten Klippenspringern. Einem tollen Nachtleben. Acapulco ist eine Name, eine Legende, die langsam wieder zu ursprünglichem Glanz zurückfindet. Überwiegend kommen hier einheimische Touristen, besonders zur Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel. Um einiges billiger als Cancún. Zu Acapulco will ich gar nicht viel sagen. Wer sich eins von diesen Zielen aussuchen muss, weil die Zeit nicht reicht. Sollte dort hingehen. Trotzdem: Schere.

Stein geht an Puerto Vallarta bzw. Lo de Marcos. Puerto Vallarta ist ebenfalls gern besuchter Ort, besonders von amerikanischen Touristen. Was man auf Mallorca für deutsche Urlauber am Ballermann vorfindet, findet man hier zugeschnitten auf amerikanische. Cerveza heißt hier Beer und Pesos sind eben Dollars.
Vallarta hat eine tolle, alte Innenstadt. Und wird auch von mexikanischen Touristen besucht, gerne von Studenten aus der Region Jaliscos während der Semesterferien. Zum Feiern natürlich. Dazu dient Vallarta ebenso.

Der Kontrast dazu in Lo de Marcos. Deshalb Stein. Eine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit in einem verschlafenen Dörfchen. Zum zurückziehen und zum gewollten Langweilen. Wenn's mir dann zuviel bzw. in dem Fall zuwenig wird, fahr ich nach Vallarta.
Natürlich: Wie kommt man nach Lo de Marcos und macht da auch noch Urlaub? Dort gibt's keine Hotels. Somit ist das direkt in Lo noch nicht möglich. Noch nicht? In den nächsten Jahren soll die Tourizone von Vallarta aus ausgeweitet werden. Dann kann man endlich auch in Lo de Marcos in Hotels gehen. Wie schön. Da es Lo de Marcos so wie ich es kenne wohl nicht mehr geben wird, kann es gut sein, das es sich in einigen Jahren mit Papier begnügen muss.

Natürlich gibt es diese Kontraste auch in den Gegenden um Acapulco, jedoch kann ich das nicht beurteilen.

Wie gesagt, diese Rangfolge empfinde ich so, kommt auf die Präferenzen an. Andere mögen andere haben. So soll's auch sein.

Mittwoch, 21. Mai 2008

Aller Anfang ist schwer - leider auch das Ende

War das komisch.

Ein Mausklick, und nach mehr als einem viertel Jahr stand wieder dran: Blog veröffentlicht.

Positiv komisch.

Nach den Schlagzeilen des unteren Eintrages werd ich ja noch neidischer. Auch wenn’s in keinem Boulevard-Blatt so stehen wird, die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Dinge wirklich in Lo de Marcos abspielen, ist groß (siehe Bild…).

Was ich eigentlich heute berichten will ist die Tatsache, vor der ich vor allem von Cabronsito oft gewarnt wurde, und welche man eigentlich ganz einfach umschreiben kann, wenn auch ein bisschen zu drastisch: "Dir wird keiner glauben". Naja, ganz so hart war es ja nun doch nicht. Aber es war schwierig, sehr schwierig. Anfangs hört Dir noch jeder zu, will Bilder sehen. Aber wenn Du die Linie überschreitest, also auch nach einiger Zeit mit Deiner Mexiko-Schwärmerei nicht aufhörst, dann merkst Du sehr schnell, dass Du den Zenit überschritten hast. Vor allem, wenn Du Deutschland-Liebenden weißmachen willst, dass es in Mexiko einfach viel geiler ist. Eigentlich war alles, was ich sagen wollte: Auch dort drüben lässt es sich gut leben. Dann kommen immer Kommentare wie: "Hier doch auch", und "Du kannst ja gerne wieder rübergehen, wenns Dir da so gut gefällt".
Ich könnte das ewig so weiterführen. Inwzwischen rede ich kaum noch drüber.
Das ist traurig.

Der einzige, der es nachvollziehen kann ist mein Bruder, der mit mir vier Wochen drüben war und genauso wie ich versucht hat, Mexiko im wahrsten Sinne des Wortes "aufzusaugen".

Es ist keine Arroganz wenn ich jemandem sage, dass er oder sie zwei Wochen Urlaub niemals mit einem halbjährigen (oder noch längerem) Aufenthalt vergleichen kann. Aber so ist es eben. Man spürt den Willen, mir zuhören zu wollen. Aber da ich es ja eh besser weiß, bin ich arrogant. Das ist meine Situation. Und ich war drauf vorbereitet. Dank Cabronsito. Aber bei aller Vorbereitung überwiegt leider die Überraschung, dass es tatsächlich so kam.

Versteht das jemand???

Morgen: Warum mir Mexikaner derzeit die größte Freude bereiten

Inzwischen wünsche ich dem kleinen Niklas, dass er diesmal die Wellen zähmen wird :-))

Dienstag, 20. Mai 2008

Ein Angebot, dass ich nicht abschlagen kann

Am 22. Januar 2008 war es soweit: Ich schrieb mein letztes Blog über meinen 6-monatigen Aufenthalt in Mexiko im Rahmen meines Praxissemesters. Der in diesen Zeiten schreibwütige Patricio vergoss zwar keine Träne, aber ein bisschen wehmütig war ihm zumute. Zumal er nicht einmal mehr über seine Zeit in den Staaten schrieb. Inzwischen ist fast dieselbe Zeit ins Land gezogen, welche ich in Mexiko verbracht habe.

Tja, umso mehr freute er sich vor ein paar Tagen, als ihm sein lieber Freund Cabronsito bat, Urlaubsvertretung zu spielen. Diese Bitte kann ich unmöglich abschlagen. Zuviel habe ich den "Cabronsitos" zu verdanken. Also eine Möglichkeit, mich ein bisschen zu revanchieren, ganz ohne Pina Colada...

Gedanken hat sich der Junge gemacht, was er denn in den nächsten Tagen so alles verzapfen könnte.

Ein paar Themen fallen mir dazu ein:

  • Nie hatte ich die Gelegenheit darüber zu berichten, wie es mir denn nun gefallen hatte, eine Art Fazit also und warum es bei der Rückkehr so schwer war und warum mein Bruder der einzige war, der mich verstand.

  • Warum mich Mexiko auch heute nicht loslässt, bzw. warum ich sozusagen immer noch dort bin.
Darüber werde ich wohl als erstes posten.

Cabronsito ist in Nayarit. In Lo de Marcos. Da war ich auch. Mit ihm und Familie. Ich beneide ihn. Gerne wäre ich mit ihm in dem kleinen paradisischen, verschlafenen Dorf an Mexikos Pazifikküste. Ich verrate noch, warum. Ebenso, warum Cancún doof ist und Acapulco eine kleine Perle. Also ein Vergleich. Natürlich auch, warum Formel-1 nur mit Chilaquiles genießbar ist. Auch, warum schlechtes Wetter mein Parasit ist. Und natürlich, warum ich gerade in Lo de Marcos gelernt hatte, was Menschlichkeit und Freundlichkeit wirklich bedeuten kann...

In diesem Sinne...hoffe ich, dies alles gebacken zu bekommen. Arribaaaaa!

 
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