Sonntag, 28. Februar 2010

In Mexiko stehen die "Twin Towers" noch


Foto: liquorsshop.multiply.com

Für Leute, die des Spanischen nicht mächtig sind und für Leute mit langer Leitung:

Die gefallenen "Twin Towers" in New York werden auf Spanisch als "Las Torres Gemelas" bezeichnet ("gemelo/a" = "Zwilling").

Samstag, 27. Februar 2010

Claro: Nivea beendet Diskriminierung (wegen Hautfarbe) in Mexiko


Foto: nivea.com.mx

Viele Leute wissen nicht, dass in Mexiko helle Haut (und helle Augen) ein physisch/optisches Körper-Merkmal ist, um auf der so genannten sozialen Leiter ein paar Stufen zu überspringen. Von unten nach oben gesehen.
Der Körperpflegemittelhersteller (was für herrliche Wörter die deutsche Sprache doch bietet!) NIVEA hat jetzt die alkoholfreie Lösung parat, um selbst dem schwärzesten Mexikaner dieses Leiterhüpfen zu ermöglichen. Eigentlich müsste es heißen: MexikaneRIN, denn der "Nivea Aclarado Natural Roll On" ist im Sinne des Erfinders (oder der Nase) für Damen gedacht.

Das spanische Wort "claro" bedeutet neben anderen Dingen auch "hell".
Hell als Gegenteil von dunkel, nicht als angelsächsische Hölle.
Was dem Namen Clara aber nicht unbedingt die Bedeutung von "Die Hell(häutig)e" verleiht, sondern durchaus als "Die Hell(im Kopf)e" verstanden werden kann. Warum gibt es eigentlich keine maskuline Variante von "Clara"? Feminist(inn)en werden es wissen.

Klar scheint jedenfalls, dass der besagte NIVEA-Roller meine Haut weiß macht. Denn was für die Haut an (oder sollte man besser sagen "in"?) den Achseln gilt, sollte doch auch für den restlichen Körper funktionieren, oder?

Meine Damen: Haben Sie sich jemals Gedanken über die Farbe der Haut in Ihren Achseln gemacht? Rasur hin oder her.

Wie auch immer.
Wenn das Produkt hält, was der Hersteller verspricht, muss ich also nur den Dingens über meinen ganzen Körper rollen und schon werde ich Weißglut-weiß, richtig?

Klasse Erfindung, NIVEA!

Montag, 7. September 2009

Was ich tun würde, wenn ich ein Jahr Zeit und mehr als genug Geld hätte

Wer von uns hat sie nicht, diese Träume und Wünsche, von denen man manchmal sogar einen verwirklichen kann? Hier soll es darum gehen, was ich gern tun würde, wenn ich ein Jahr komplett frei hätte, sprich nichts tun müsste, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen und gleichzeitig die finanziellen Bedingungen so wären, dass ich nicht auf sie achten müsste. Teilweise geht es bei den folgend ausgeführten Dingen um die Familie und teilweise geht es darum, komplett ohne Familie zu sein. Ohne Frage muss man sich zwischen den einzelnen Punkten ein "oder" vorstellen, denn selbst die nötige freie Zeit und das nötige Kleingeld würden kein "und" erlauben. Die Reihenfolge entspricht nicht der Wertigkeit.

1. Vollzeittherapie für Maximilian

Ich bin überzeugt davon, dass Maximilian unendlich viel schneller in seiner Entwicklung voran kommen würde, wenn man sich noch intensiver mit ihm beschäftigte. Und es ist mein allergrößter Wunsch, Maximilian so gut wie nur möglich alles zu zeigen und beizubringen (oder zeigen und beizubringen lassen), was nur möglich ist. Und mittlerweile ist Max in einem Alter, in dem er das Therapiezentrum des Teletón komplett nutzen könnte, inkl. El Tanque (Schwimmbecken) und anderer Dinge. 5 Stunden pro Tag im Therapiezentrum, das waere genial. Die restlichen Stunden des Tages würden für Niklas und die Cabronsita - Max natürlich eingeschlossen - draufgehen.

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2. Ein Haus bauen

Und zwar ein Haus, das die meisten Leute als Hacienda-Stil kennen. Angefangen mit dem Aussuschen des Grundstücks irgendwo in schöner mexikanischer Gegend über das Bearbeiten des Grundstücks bis hin zum eigentlichen Hausbau alles, was ich kann, selbst gemacht. Bequem und wohnlich gepaart mit funktionell wären die Dinge, auf die ich wert legen würde. Mit viel grün, schön kühl, und der Pool darf natürlich auch nicht fehlen. Wäre ein Jahr genug Zeit dafuer?

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Foto: travelblog.org


3. Leute treffen

Eigentlich könnte ich diesen Punkt auch "Trinken" nennen, denn das wäre eine unvermeidliche Begleiterscheinung. All meine Familienangehörigen, Real-Life-Freunde und jede Menge anderer Leute, die gern kennen lernen würde. Ein Forumtreffen hier, ein Bloggertreffen da. Welch eine Vorstellung! Ein Bier unter der winterlichen Brücke in Georgien; ein Glas Wein im sommerlichen Garten in Deutschland mit all den Aromen, die die Natur dort bietet; ein eiskaltes Bier unter der sengenden Sonne Südafrikas; ein lauwarmes Bier an der Theke eines Pubs im herbstlichen und verregneten Schottland ...

4. Ein richtig gutes Buch schreiben

Ich glaube, das könnte ich, wenn ich den Kopf dafuer frei hätte. Ein vor geraumer Zeit unternommener Versuch eines Anfangs, der natürlich in der Schublade gelandet ist, bestätigt mir dies. Literatur zu schreiben ist etwas völlig anderes, als zu bloggen, man darf also nicht mein hiesiges Gekritzel zum Vergleich meiner Fähigkeiten zu Rate ziehen. Aber wie gesagt, der Kopf muss für ein solches Projekt frei sein, zumindest bei mir. Wenn immer schon der nächste Termin im Hinterkopf herum schwirrt und man alle anderen Alltagssorgen dazu addiert, wird das nichts. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Vielleicht gewinne ich ja einmal genug Geld im Lotto, welches ich nicht spiele, um mir ein freies Jahr gönnen zu können.

5. Ein Mehrzwecklokal eröffnen

Meine Traumvorstellung hiervon ist ein in dunklem Holz gehaltenes, urgemütliches und nicht zu großes Lokal, welches zu jeder Tageszeit etwas bietet. Vormittags ein kleines, aber feines Frühstücksbuffet. Mittags lädt das Ganze zum Speisen ein. Nachmittags wird´s zur Cafetería, am frühen Abend zur Kneipe und spaeter dann ist fiesta angesagt mit Tanzen bis in die Morgenstunden. Ein kleiner Biergarten sollte hinten dran hängen, bevorzugt an einem kleinen Fluss. Ein wenig abgetrennt sollte ein Billardraum mit Dartspiel vorhanden sein. Hach jaaaa .....

6. 365 Hilfsprojekte

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es kaum etwas Schöneres gibt, als anderen Leuten zu helfen. Vor allem Leuten, die sich selbst nicht helfen können. Und da ich selbst ziemlich anspruchslos bin - alles, was neben den alltäglichen Bedürfnissen über eine halbwegs sinnvolle Vorsorge für meine Kinder hinausgeht, sehe ich als Luxus an, den ich nicht brauche.
Da ich hier davon ausgehe, dass ich über materielle Voraussetzungen im Überfluss verfüge (in der Realität kämpfe ich aufgrund wie viele andere auch damit, finanziell gesehen den Alltag zu meistern und oft genug bin ich aufgrund unserer Bedingungen, die ich nicht als "besondere" bezeichnen möchte, nahe daran, dabei zu scheitern).
Jeden Tag einem bedürftigen Kind eine dringend benötigte Sache bescheren, das wäre doch etwas! In erster Linie natürlich (über-)lebensnotwendige Dinge. Also in erster Linie kranke Kinder oder Kinder, deren Leben oder Gesundheit durch Hunger, Krieg, Gewalt oder sonstige Ursachen bedroht ist.

7. Meine Familie genießen und meine Kinder erziehen

Dieser Punkt setzt voraus, dass wir alle 4 ein freies Jahr hätten. Keine Arbeit, keine Schule, kein Haushalt, kein nix. Nur das pure Leben. Ein paar Stichpunkte sollen verdeutlichen, dass dies nie langweilig werden würde (zumal es ja nach einem Jahr vorbei wäre): die Welt bereisen, Zelten, Kino, Konsole, Deutsch lernen, Park, Zelten, Angeln, Kino, Picknick, Strand, Spielplatz, Wald, Wiese, Fiesta, Museen, Wandern, Bergsteigen, Tauchen, Freibad, Segelboot, Fußballspiel, Basteln, Vögel beobachten, Zoo, Konzert, Reiten ...
365 Tage sind gar nicht so viele.


Wenn ich erzähle, was ich tun würde, will ich auch ein paar Dinge nennen, die ich unter den gegeben Voraussetzungen auf keinen Fall tun wollte, denn all diese folgenden Punkte sind nur ein Gewürz des Kuchens der Glückseligkeit. Zu viel von nur einem einzigen, und der Kuchen wird verdorben:

1) ein Jahr lang fern sehen

2) ein Jahr lang schlafen

3) ein Jahr lang am Strand faulenzen

4) ein Jahr lang Playstation spielen

5) ein Jahr lang feiern

6) ein Jahr lang jeden Tag lecker im Restaurant essen

7) ein Jahr lang nichts für Andere tun


Wenn jemand davon erzählt, welche Wünsche und Träume in ihm schlummern, sagt das eine Menge über ihn aus. Dieser Artikel ist als klassisches Stöckchen zu betrachten und sollte es jemand übernehmen, bitte ich darum, mir das mitzuteilen, denn es interessiert mich (und sicherlich nicht nur mich),zu lesen, was ihr, liebe Leser, gern in einer solchen Situation tun würdet.

Donnerstag, 18. Juni 2009

Bier her du Arsch! - Therapeutische Beleidigung in der Bar "Casa Pocho" in Curella/ Valencia

Ist das das neue Konzept und die Zukunft der so genannten Erlebnisgastronomie?
Heute geht die Meldung über die "Strategie" der gestern in Cullera / Valencia / Spanien von 3 jungen Polen eröffneten Bar "Casa Pocho" um die Welt. Zwischen 17 und 21 Uhr existiert dort die "Erlaubnis", dass sich Gäste und Personal nennen können, wie sie wollen. Als "insulto terapéutico" bezeichnet Mitinhaber Bernard Mariusz diese kleine Besonderheit.

Bier her du Arsch! - Casa Pocho Valencia
Foto: Casa Pocho, Curella, Valencia

Alles in freundlichem Ton, versteht sich. Gewalt und laute Töne sind nicht gewollt. Nicht einmal Security-Personal ist vorgesehen. Einerseits als kleines Ventil für die Probleme gedacht, die wohl so ziemlich jeder dieser Tage mit sich herumschleppt, wünscht man sich "un buen festival de insultos".

Quelle


Sonntag, 18. Januar 2009

Cola Piñada

Komm Puta Dora schautgesaltet.
Ein letzter Blick über das Mäuserheer.
Das Lachtnicht scheingesaltet.
Ochenwende Rummen drei ist fast vorbei.
Schierbaum im Trab war stegern.
Teheu s´trachub Sanana.
Und Socco-Emcre.
Und zang evil Sie.

15 Nimuten bis zur scheduten Nittermacht.

Strop!

Fau niem Lohw!

Y chomus soña sám!

(neintaytrueve se le rúmeno
neindundreugiss sit edi Lahz)

Donnerstag, 1. Januar 2009

Tequila Sunrise - den Marathon ernst genommen

Nein, es geht hier nicht um irgendwelche Neujahrsläufe.
Sondern um den Maratón Guadalupe - Reyes.
Beim heutigen Jahresauftaktsbesäufnis ("Beginne das neue Jahr so wie du das alte beendet hast!") musste ich feststellen, dass ich ausgebucht bin bis zum Tag der Heiligen Drei Könige (Los Reyes Magos), die laut biblischer Erläuterung weder heilig noch Zauberer noch Könige waren. Die Zahl "3" passt allerdings.

Heute ist abgehakt. Der 1. Januar 2009. Wir haben gegrillt. Und das Gegrillte gegessen zwischen dem Gläserfüllen- und leeren.

Am 2. Januar 2009 - morgen - geht es dahin, wo alle unsere Kinder diese Nacht verbringen. Alle bis auf 6. Ein verschwindend geringes "bis auf".
Es wurde kaum ein Wort darüber verloren, was es zu trinken geben soll. Das Essen macht den Unterschied in diesen Tagen.

Dann ist schon wieder Wochenende.
Samstag.
3. Januar.
Da geht es auf ein rancho, wohin wir familiär eingeladen wurden.
Was macht man da außer Trinken?
Grillen.
Prima!

Sonntag, 4. Januar 2009.
Da war doch was?
Ach ja ... Freunde der cabronsita haben zum Neujahrsumtrunk geladen.
So ungefähr ab Mittag.
Bis?

Wohl nicht ganz so spät, da am Montag, dem 5. Januar der Alltag wieder beginnt.
"Alltag" meint die Schule.
Trotzdem liegt am Montag, dem 5. Januar, ein Kindergeburtstag an.
Halt sie hoch, die Tasse.

Naja, und dann am 6. Januar 2009, da werden wir endlich das Ziel erreichen.
Es hat doch niemand ernsthaft geglaubt, dass Weihnachten 2008 schon vorbei wäre, oder?
Die Heiligen 3 Dingens!
In Mexiko ein Tag weiterer Geschenke und der famosen Rosca de Reyes.
Die wahrscheinlich nicht mehr mit einem Tequila Sunrise endet.
Aber Tequila als Begleiterscheinung ist wohl unerlässlich.

Dann mal los.
Prost!

Samstag, 25. Oktober 2008

Pipi´s Night, Ocho Segundos, Aguascalientes

09:45 Uhr morgens.
Gerade in die Höhle gekommen.
Schnell ein Posting, bevor es zur nächsten fiesta geht.

Nicht verschrieben, nicht verlesen.
"Pipi´s Night" heisst das neueste Marketingspektakel in der Disco namens "8 segundos" hier in Aguascalientes.
Doppelt verschaukelt fühlte sich mich zuerst.
Zuallererst, als man mich in die "8 Sekunden" einlud - mir bekannt als Schuppen mit mexikanischer "Kauntri"-Musik. Sombrero Pflicht anstatt Krawatte. Alles andere als "mein Ding".

Aber ich mag die Leute sehr, die mich einluden, also nahm ich an.
Dann kam die Erwähnung der "Pipi´s Night". Ver-Schaukeln die Zweite.
Aber auch das war - ich kann es immer noch nicht glauben - keine Fehlinformation.

"Pipi´s Night" geht so:
Barra libre (cerveza) (Freibier), bis der/die Erste auf´s Klo geht.
Wie kann man das ueberpruefen?
So direkt wie nur möglich.
Kameras.
Sowohl auf der Damen- als auch auf der Herrentoilette.
Nicht zu fassen.
Signal übertragen auf Grossleinwand und Plasma-TVs.

Es war eine "sie", die den Bierfluss bremste.
Toll aussehend.
Für alle toll aussehend.
Als "sie" auf den Monitoren erschien, postierten sich zwei Security-Leute links und rechts des WC-Ausgangs. Fingen "sie" ab. Führten "sie" auf die Bühne. Was gab´s dort außer großem "Buuuhhhh"-Gerufe? (Die meisten buhten wahrscheinlich vor Erleichterung, weil sie nun endlich auf´s Klo gehen konnten, ohne ihr Gesicht zu verlieren) -----> ´Ne Torte ins hübsche Gesicht gab´s. Jawohl! Und irgendwie auch schoen ueber den Ausschnitt des Oberteils verteilt.

Während dies passierte, hatte ich längst ´ne Zigarette im Hals. Im Hals, bevor ich mir Sorgen darum machte, wo ich die Asche lassen könnte. Auf unserem Tisch stand kein Aschenbecher (da wäre auch gar kein Platz gewesen vor lauter Flaschen und Gläsern und Eisbehältern und ....).
Auf dem Nachbartisch, der wegen seiner Besetzer(innen) irgendwie interessanter war, stand auch keiner.
Also kam Verarsche (diesmal wirklich) Nr. 3.
"Auf den Teppich, guey! Der ist Feuer- und Hitzetauglich."
Gehört, getan.

Und wieder getan.
Und wieder.
Bis eine der Besetzerinnen des Nachbartisches mich aufklärte, die selbst Raucherin war.
Das Rauchverbot in mexikanischen Lokalen ist mittlerweile auch in Aguascalientes angekommen!!!!! So was Dummes aber auch. Deshalb die fehlenden Aschenbecher.
Die Hälfte der Leute rauchte trotzdem. Und der Teppich hielt alles aus (Genau JETZT [10:10 Uhr] möchte ich den allerdings nicht SEHEN).

So, nun wird´s aber Zeit, mich auf die nächste fiesta vorzubereiten.
Ein Wochenende, wie ich es mag.

Rechtschreibpruefung faellt heute aus.
Statt dessen zwei Videos aus den "8 segundos".
Haben wir mehr von, oder?

8 segundos Aguascalientes, Bikinifest




8 segundos Bienvenida

Sonntag, 12. Oktober 2008

(Fast) Wortloses Bloggen: Bitburger beim Zelten in Mexiko

Nimmt man die Kamera mit, kann man sich viele Worte sparen.
Sollte man meinen.
Herrlich war´s.
Und das, obwohl das Wetter gar nicht so herrlich war.

Viel habe ich gelesen in letzter Zeit über das Bitburger im Sam´s Club.
Richtig ist, dass man es dort bekommt.
Richtig ist, dass es vergleichsweise günstig ist.
Was aber ist mit diesem Bier passiert?
Ganz ehrlich: Das ist nix!
"Schmeckt Scheisse" wäre Lob.
Schmeckt überhaupt nicht. Hat keinen Geschmack!



Bitburger, Mexiko, Bier, zelten, camping, campen

Samstag, 27. September 2008

Mexiko: Oktoberfest im Oxxo

Oktoberfeste gibt es heutzutage überall auf der Welt.
Selbst in München.
Das Oxxo-Oktoberfest hat allerdings nicht wirklich etwas mit einer Feierlichkeit zu tun.
Falls jemand (in Mexiko) gern (mexikanisches) Bier trinkt und außerdem auf den Preis achtet, fängt er vielleicht trotzdem an zu jodeln (Klischeekommentar).
Eigentlich ist es nur ein Angebot wie alle anderen Oxxo-Angebote auch. Diesmal allerdings gültig für sämtliche Biersorten, die der Oxxo führt (so viele sind das ja nicht).
8 por 6 ist die Devise.
Was nichts anderes bedeutet, als dass es 8 Dosen bzw. Flaschen für den Preis von 6 gibt.

Beachtenswert: Auf den Werbeplakaten für die Aktion ist das Wort "Oktoberfest" richtig geschrieben. Keine Selbstverständlichkeit. Ich hatte mich schon auf Material für den Fehlerleser eingestellt.

PS: Roland, falls Du dies liest, gib doch mal bei der Google-Bildersuche die Begriffe "Oxxo Oktoberfest" ein!

Freitag, 1. August 2008

Der besoffene Schiedsrichter in der Kinderliga in Weißrussland - schon wieder Fußball?

Dienstag, 3. Juni 2008

Restaurant "Black Forest", Crux de Huanacaxtle, Puerto Vallarta

Ein absoluter Hoehepunkt meines gerade absolvierten Strandaufenthaltes.
Zu erklaeren warum, ist gar nicht so einfach.
Zumal ich nur wenige Stunden dort war.
Und vor allem weil ich ging, bevor es richtig anfing.
An jenem Freitagabend im Mai.

Andrea - Mitglied der Mexico-Community - und ihr Mann betreiben das "Black Forest" in Crux de Huanacaxtle etwas noerdlich von Puerto Vallarta.
Seit Ewigkeiten hatte ich mir vorgenommen, einmal bei ihnen vorbeizuschauen.
Diesmal hat´s geklappt.

Auch noch untermalt von Livemusik von The blond Gypsies Latscho und Andrea.
Klingt albern, sagst Du?!
Dann haettest Du sie mal hoeren sollen, und zwar nur beim warm-up!
Als sie richtig loslegten, war ich leider schon nicht mehr da.

Irgendwie kommt mir der ganze Nachmittag schon jetzt nur noch wie ein Traum vor.
Ein sehr schoener.

Restaurant Black Forest, Crux de Huanacaxtle, Puerto Vallarta, Mexiko, Latscho und Andrea, the blond gypsies
Restaurant "Black Forest", Crux de Huanacaxtle
Credits: cabronsito


Restaurant Black Forest, Crux de Huanacaxtle, Puerto Vallarta, Mexiko, Latscho und Andrea, the blond gypsies
Restaurant "Black Forest", Crux de Huanacaxtle
Credits: cabronsito


Restaurant Black Forest, Crux de Huanacaxtle, Puerto Vallarta, Mexiko, Latscho und Andrea, the blond gypsies
Restaurant "Black Forest", Crux de Huanacaxtle
Credits: cabronsito


Restaurant Black Forest, Crux de Huanacaxtle, Puerto Vallarta, Mexiko, Latscho und Andrea, the blond gypsies
Restaurant "Black Forest", Crux de Huanacaxtle
Credits: cabronsito

Sonntag, 1. Juni 2008

Zitroneneiswuerfel fuer Tequila

Eigentlich ist die Zubereitung eines alkoholischen Getraenkes in gewisser Weise dem Ambiente zutraeglich, aehnlich den vielen erfundenen Prozeduren rund um den Genuss dieser Betaeubungsmittel.
Was nichts anderes heisst, als dass das Mixen von z. Bsp. Tequila, Mineralwasser, Squirt, Zitrone und Salz (wer es denn so mag) einfach zur show dazugehoert.

Warum aber nicht einmal mit etwas Neuem ueberraschen?
Und gerade im genannten Fall ist die Zitrone das schwache Glied der Kette, sprich etwas laestig. So empfinde ich es zumindest. Aus zweierlei Grueden:
Zum ersten sind da die unvermeidlichen Kerne, von denen trotz noch so sorgfaeltigen Herauskratzens vor der Zugabe per Handgequetsche oder Zitronenpresse mindestens noch zwei im Getrank landen.
Und zum zweiten sind da die klebrigen Finger, denn Zitronensaft ist ein ganz schoenes Geschmiere. Und bei der Frequenz, mit der ich Glaeser mit oben genannter Tequilamischung meinen Verdauungsorganen zufuehre, muss ich mir ziemlich oft die Haende waschen gehen. Wenn ich von dort zurueckkomme, ist schon das naechste Glas faellig.

Eine fundamentale Zugabe habe ich oben nicht erwaehnt.
Das Eis, ueblicherweise in Wuerfeln, wenn auch diese Bezeichnung bei Geometrikern keine besonders gute Note bekommen duerfte.
Aus dem Beduerfnis der sauberen Finger, der Kernlosigkeit und der Zeitersparnis heraus wurde die Idee des Zitroneneiswuerfels geboren (die meinem Spatzenhirn tatsaechlich ganz allein entsprungen ist, auch wenn die Suchmaschinen mir spaeter sagten, dass die Idee keine neue ist und der Begriff bereits existiert).

Die Zubereitung ist etwas kompliziert:
Man quetsche soviele Zitronen aus, wie man Fluessigkeit braucht, um eine Eiswuerfelform zu fuellen.
Man schicke den erhaltenen Saft auf den schmerzhaften Weg durch ein Sieb.
Dann fuelle man diesen Saft in die Eiswuerfelform, anstatt des ueblichen Wassers.
Und ab damit ins Eisfach.

Alles verstanden?

Nebeneffekt: Die Eiswuerfel sind farbig. Ist mal was anderes.
Trotz allen Wissens um ehemalige deutsche winterliche Schneebeseitigungsmittel habe ich sogar versucht, auch das Salz gleich mit hinein zu tun. Das wurde nichts.
Aber mit anderen farbigen Fluessigkeiten (Saeften) funktioniert es, nur so als Tipp fuer die naechste Kinderfiesta.

Logisch aber interessant: Mit der Zitrone als Eiswuerfel verpackt wird mein Tequila natuerlich immer saurer bzw. zitroniger, je mehr das Eis schmilzt. Fuer meinen Geschmack ist das ein gutes Mittel gegen die doch recht schnell eintretende eklige Suesse in und auf den Geschmacksorganen, wenn man Squirt, Fresca & Co. benutzt.
Probiert´s mal aus!!

Auf dem folgenden Foto sehen wir den Saft genau einer Zitrone (limón), der exakt ein Abteil meiner Eiswuerfelform ausfuellte.
Klar sollte sein - dieses Experiment ist noch nicht beendet.

Zitroneneiswuerfel, Tequila, cubo de hielo de limón, lemon ice cube, bunt, farbig, verde, green, gruen, jugo de limón, lemon juice, Zitronensaft, Eis, ice, hielo
Zitroneneiswuerfel
Credits: cabronsito

Mittwoch, 21. Mai 2008

Neues vom Strand

Offenbar ist unser aller Cabronsito schon gesichtet worden.
Hier die Titelseite eines mexicanischen...



...und eines deutschen Boulevard-Blattes



(scherzhafte Grüße von Roland)

Samstag, 17. Mai 2008

Pechvoegeln

Ich befuerchte, dass ich hier gerade eine Kategorie (Label "Blogs") beginne, die ich nicht pflegen werden kann, wie ich gern wuerde. Nun, da ist ja immer noch die Linkliste. Die noch erstellt werden will, solange es um Nicht-Mexiko und Nicht-Down-Syndrom geht.
Bis zum Beginn des Boxkampfes blieb mir nach Auskunft eines der mexikanischen Uebertraeger mehr Zeit als erwartet (ich haette also doch noch hingehen koennen, aber ohne Eintrittskarte, egal wie billig sie gewesen waere, haette das nicht allzu viel Sinn gehabt, und diese Dinger sind ausverkauft, wie ich auf der gerade erwaehnten Website erfahren musste.)

aprupter Tempowechsel, nachdem ich gerade wer.weiss.wie.lange mit Roland und danach noch mit meinen Familienangehoerigen, die gerade in der Stierkampfarena von Aguascalientes (Boxkampf) sind, gesprochen habe.

Waere "Nostalgie" das richtige Wort?
Ich weiss es nicht.
Mir gefaellt es jedenfalls maechtig, was da bei den Seelenvoegeln verzapft wird.
Den "Titelwitz" kannte ich uebrigens gar nicht.

Wenn es auch etwas dauern mag, bis sich die Seite aufbaut (kann so etwas grammatikalisch reflexiv sein?), ist der Anblick des layouts doch schon mal die Wartezeit wert, oder? Vor allem im Headerbereich.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Bohnenlikoer (Licor de Frijol)

Die Universitaet von Guadalajara kuendigt auf ihrer Website die Praesentation eines alkoholischen Getraenkes auf der Grundlage von frijoles (Bohnen) fuer die Ausstellung ihres CUCBA (Centro Universitario de Ciencias Biológicas y Agropecuarias) am kommenden 22. und 23. Mai an.
Im ersten Moment mag man ueber diese Bekanntmachung schmunzeln.
Wenn man jedoch bedenkt, wie viele der alkoholischen Getraenke dieser Welt auf Produkten der Agrikultur basieren (in irgendeiner Form naemlich alle - danke, Wylly), kommt diese "Erfindung" vielleicht gar nicht mehr so ueberraschend. Ist doch el frijol laut Javier Vallejo Rangel, Biologiestudent an der UdeG "...un alimento nativo de México y el segundo cultivo más importante del país".
Ein wenig schmunzeln darf man letzten Endes dennoch, wenn man erfaehrt, dass der Bohnenschnaps als Verdauungsanreger dienen soll. Wer in dieser Hinsicht Erfahrung mit mexikanischen Bohnen hat, wird schwerlich an der Wirksamkeit des neuen Produktes zweifeln.
Wer Wind saet ....

Licor de Frijol, UdeG, Bohnenschnaps, Bohnenlikoer, Mexiko, Guadalajara, CUCBA
Bohnenschnaps (Licor de Frijol)
Credits: cabronsito

Montag, 12. Mai 2008

Feria de San Marcos - doch noch geschafft

Wenigstens ein einziges Mal musste ich doch die Feria de San Marcos besuchen, sonst haette ich naemlich Probleme bis hin zur Rufschaedigung bekommen.
So habe ich es dann auch gleich "richtig" gemacht. Am Samstag Nachmittag ging es los, als die Hitze ertraeglich wurde. Zu dritt waren wir unterwegs. Am Sonntagabend ging´s zurueck nach Hause.
Ohne Kamera, ohne Handy, Bargeld lose in der Tasche. So reist man leichter. Und sicherer. Unter anderem durfte ich feststellen, dass selbst auf der groessten Fiesta Mexikos eine Sperrstunde herrscht. Um 05:30 Uhr war es vorbei. Ein Taxi zu ergattern ist in dem Moment eine echte Aufgabe, aber wir schafften es. Puenktlich zur Formel 1 (07:00 Uhr) bei einem meiner Begleiter zu Hause. 3 Stunden Schlaf auf dem Sofa.
Zum Fruehstueck ein Sixpack Tecate, begleitet von VH1 Classic. Da es ein Sonntag voller Sport war, noch zugesehen, wie Manchester United englischer Meister wurde. Dann ab in eine Cantina.
Sollte ein Kurzbesuch werden.
Ging aber irgendwie nicht, das mit dem "kurz".
Ob Necaxa es in die Liguilla geschafft hat, trotz 80 Zoll - Fernseher nicht mitbekommen.

Heute Morgen muede und kaputt.
Und doch voller frischer Lebensgeister.
Hat gut getan und Spass gemacht, der Extremsport.
Und lange ist´s her, dass ich etwas Vergleichbares geniessen konnte.
Nun kann wieder gebloggt werden.

Samstag, 3. Mai 2008

Día del Niño

Nicht um den Tag selbst geht es, sondern nur um ein paar fotografische Eindruecke vom Ende unserer Feier.

Fotos, Día del niño,Folklore, Mexiko, Aguascalientes, Alkohol

Mittwoch, 30. April 2008

Mezcal - Gefahr im Verzug

Und diese Gefahr beginnt schon mit einem Widerspruch. Denn einerseits - oekonomischerseits - erhofft man sich in Mexiko fuer den Mezcal dieselbe Entwicklung wie er sie der Tequila bei seinem Erfolgszug um die Welt durchmachte.
Traditionalisten und Feinschmecker allerdings sehen eine moegliche aehnliche Entwicklung als die groesste Katastrophe an, die diesem komplexen, auf jahrtausendealten indigenen und baeuerlichen Kenntnissen beruhenden Getraenk bluehen koennte.

Die qualitativen Folgen der rein gewinnorientierten Industrialisierung der Mezcalherstellung stehen auf der Kritikliste ganz oben. Daneben - nicht etwa darunter - auf der Liste bemaengelt man eine teils fehlgeleitete, teils unzureichende Politik (u.a. fehlende obligatorische Denominación de Orígen; die vielen Leuten unerklaerliche Klausel im Ley de Salud (Gesundheitsgesetz), dass in Mexiko kein Getraenk mit mehr als 55% Alkoholvolumenanteil verkauft werden darf; die problematische Steuer namens IEPS (50%), die dem Verbraucher summiert mit der I.V.A. (Mehrwertsteuer) immerhin einen Aufpreis von 72,5% beschert; die komplett fehlende methodologische und organoleptische (Region, Maguey, Herstellung etc.) Struktur ...).

An diesen beiden Dingen kann ich nichts aendern. Aber ich kann versuchen, anhand von Informationen vielleicht ein wenig Gefuehl beim Leser fuer diese sagenumwobene Alkoholika zu wecken.

jícara de bule, Sal de Gusano, Mezcal, Wurmsalz, Wurm, ChileEs soll hier um Mezcales Tradicionales gehen, die einzige einigermassen an Regeln gebundene Kategorie des Mezcal. Man kann sie vom Rang her vielleicht mit Tequila 100% Agave vergleichen - fuer Kenner kommt nichts anderes in Frage. Grund genug fuer sie, alles andere seudomezcal zu nennen.

Was darf sich denn nun eigentlich Mezcal Tradicional nennen?
Die Definition zeigt schon, wie unzulaenglich die Reglamentierung selbst auf hoechstem Niveau ist:
- er muss zu 100% aus reifem Maguey (Agaveart) gemacht sein
- bei der Herstellung duerfen keine chemischen Produkte verwendet werden
- er muss nach Maguey schmecken und riechen
- die Herstellung muss sich strikt an den kulturellen und technologischen Prozess der jeweiligen Herkunftsregion halten
- er muss mindestens 45% Alkoholgehalt haben
- er muss beim "Strohhalmtest" perlen
- er darf nicht im Holzfass gereift sein.

Woher kommt Mezcal Tradicional?
Hier sein 6 Bundeslaender genannt, wobei Oaxaca wohl am bedeutendsten ist:
Durango, Guerrero, Jalisco, Michoacán, Oaxaca und Puebla
Innerhalb Oaxacas stechen die Produkte aus folgenden Orten oder Kreisen hervor:
Ejutla, Miahuatlán, Ocotlán, Sola de Vega und Tlacolula.

Welche Magueyarten sind die bevorzugten?
Es gibt ueber 100, die fuer die Mezcalherstellung genutzt werden. Erwaehnt sein sollen etwa 20:
Maguey azul, arroqueño, cenizo, coyote, cuishe, chino, espadín, ixtero amarillo, largo, lineño, madrecuishe, mexicano, papalote, pitzometlm, tobalá, tepemete, tepextate, tobasishe, tripón und sierrudo.

Worauf sollte man beim Kauf und der Verkostung achten?
- die Flasche sollte das offizielle Mezcal Tradicional - Siegel besitzen ... falls nicht, auf die Erwaehnung "100% Agave" achten
- der minimale Alkoholgehalt sollte 45% betragen
- das Etikett sollte den Ort, die Region, den Magueytyp und den Namen des Maestro Mezcalillero erwaehnen
- die Fluessigkeit sollte perlen, auch in der Flasche ... Ausnahme: sehr hochprzentige Mezcales, die allerdings in Mexiko nicht verkauft werden duerfen
- nie Mezcal reposado oder añejo kaufen (ueblicherweise die dunkleren), wenn man wirklichen Mezcalgenuss sucht ... das Holz zerstoert ohne Ausnahme den feinen Geschmack und das Aroma nach Maguey
- man sollte einen Mezcal in einer jícara de bule (siehe Bild oben) oder einem Glas mit grosser Oeffnung geniessen.

Sal de Gusano, Mezcal, Wurmsalz, Wurm, ChileDer Wurm:
Von dem so oft behauptet wird, es waere gar kein Wurm, sondern eine Raupe, und von dem jeder weiss, dass es sich nur um einen Marketing-Gag handelt, wird in Mexiko sehr wohl benutzt, um den Mezcal zu wuerzen. Allerdings ist es nicht der Wurm (gusano, gusanito, belatobe, chilocuiles, gusano de sal ... ) allein, sondern man stellt ein sogenanntes Sal de Gusano (Wurmsalz) her, wobei der Wurm, Chile und Salz sorgfaeltigst zerrieben und gemischt werden.

Zum Abschluss noch eine kleine Auswahl von Mezcales, von denen jeder einzelne die oben erwaehnten Bedingungen erfuellt. Das macht es vielleicht einfacher, wenn man einmal in die Verlegenheit kommt, einen ansprechenden und traditionellen Mezcal kaufen zu muessen. Oder wollen.
Und es sei noch erwaehnt, dass keinesfalls so richtig einfach werden duerfte, denn die meisten dieser Mezcales liegen nur zwischen und 50 und 400 Litern, was die Gesamtproduktionsmenge 2007 anbelangt:


Mezcal Zapotitlán [Markenname]
Maguey Ixtero Amarillo y Lineño [Magueytyp]
Macario Partida Ramos [Maestro Mezcalillero]
Zapotitlán de Vadillo, Jalisco [Herkunftsort, Bundesland]
49,3% [Alkoholvolumen]

Sanzekan
Maguey Papalote, joven
Moisés Calzada
Tetitlán de la Lima, Guerrero
50,9%

Palomas Mensajeras
Maguey Chino
Miguel Pérez
Oponguio, Michoacán
47,3%

Sal de Gusano, Mezcal, Wurmsalz, Wurm, Chile, MezcalesDon Mateo de la Sierra
Maguey Chino
Don Sergio Rangel
Piedras de Lumbre, Michoacán
53%

Dioseño
Maguey Cenizo
Gilberto Roldán
Nombre de Dios, Durango
46,3%

A Punto de Veneno
Maguey Tobalá
Juan Vázquez García
Rancho Nuevo 007, San José Lachiguirí, Oaxaca
47%

Artesanal Dovas Biyha
Maguey Tobalá
Don Epifanio Hernández Vásques
San Baltasar Chichicapam, Oaxaca
45,3%

Real Minero
Maguey Largo
Eduardo Angeles, Heliodoro Arellanes und Pedro Arellanes
Santa Catarina Minas, Oaxaca
50%

La Villa
Maguey Arroqueño
Rey Rodríguez
Gulerá, Sol de Vega, Oaxaca
46,7%

La Venencia
Maguey Mexicano und Tobasiche
José García
Togana, Oaxaca
52%

Und nun viel Vergnuegen beim Probieren.

Samstag, 26. April 2008

Mexican Idol: Vicente Fernández auf der Féria de San Marcos, Aguascalientes 2008

---> was bisher in der Kategorie "Musik" geschah

Unsere Stadt brodelt heute frueh geradezu - die Geruechtekueche ist knallheiss.
Dass Vicente Fernández (gerade wieder einmal in aller Ohren)singenderweise an der Féria de San Marcos - auch "groesste Fiesta Mexikos" genannt - teilnimmt, ist nichts aussergewoehnliches. Was die Leute ihre samstagmorgendlichen Telefongespraeche mit einem aufgeregten: "Hast du schon gehoert?!" beginnen laesst, ist der Umstand, dass El Chente, wie Fernández liebevoll genannt wird, gestern Abend nach dem Ende seines Konzerts im Palenque "Sol" de Aguascalientes vollkommen betrunken in seine Umkleidekabine gefuehrt wurde.

Vicente Fernández Aguascalientes, Mexiko, 2008, Féria de San Marcos, el chente Nun mag man aber nicht glauben, dass der Klatsch und Tratsch anlaesslich dieses "Ereignisses" von abfaelligem oder vorwurfsvollem Ton begleitet wird. Ganz im Gegenteil! Vicente ist ein mexikanischer Volksheld - einer der letzten, wenn nicht DER letzte einer aussterbenden Gattung. Ihm wird so ein "Ausrutscher" nicht nur verziehen, sondern ein solches detalle kommt an beim Volk. Einem Volk, dem der Alkohol und dessen Folgen keine unbekannten Groessen sind.

Ausserdem war die borrachera wohl auch hochverdient. Hatte Fernández am Donnerstag schon 3 Stunden lang sein Programm praesentiert, brachte er es gestern auf 3,5 Stunden! Der Mann ist immerhin fast 70! Vital und energisch wie immer - da duerfen sich so manche Hochzeitsmusikanten (welche sich beim Singen auch noch abwechseln) mit ihren 10-minuetigen Pausen im 20-Minutentakt ganz tief im Kleiderschrank verstecken.

"Keine Angebereien wie runter von der Buehne - wieder rauf auf die Buehne. Ich singe fuer euch, solange ihr klatscht, solange ihr mich hoeren wollt." wird Vicente zitiert. Was er auch durchhielt ... solange es der Brandy (die Geruechtekueche spricht von dieser Spirituose) zuliess.

A real mexican idol!

 
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