Samstag, 27. Februar 2010

Claro: Nivea beendet Diskriminierung (wegen Hautfarbe) in Mexiko


Foto: nivea.com.mx

Viele Leute wissen nicht, dass in Mexiko helle Haut (und helle Augen) ein physisch/optisches Körper-Merkmal ist, um auf der so genannten sozialen Leiter ein paar Stufen zu überspringen. Von unten nach oben gesehen.
Der Körperpflegemittelhersteller (was für herrliche Wörter die deutsche Sprache doch bietet!) NIVEA hat jetzt die alkoholfreie Lösung parat, um selbst dem schwärzesten Mexikaner dieses Leiterhüpfen zu ermöglichen. Eigentlich müsste es heißen: MexikaneRIN, denn der "Nivea Aclarado Natural Roll On" ist im Sinne des Erfinders (oder der Nase) für Damen gedacht.

Das spanische Wort "claro" bedeutet neben anderen Dingen auch "hell".
Hell als Gegenteil von dunkel, nicht als angelsächsische Hölle.
Was dem Namen Clara aber nicht unbedingt die Bedeutung von "Die Hell(häutig)e" verleiht, sondern durchaus als "Die Hell(im Kopf)e" verstanden werden kann. Warum gibt es eigentlich keine maskuline Variante von "Clara"? Feminist(inn)en werden es wissen.

Klar scheint jedenfalls, dass der besagte NIVEA-Roller meine Haut weiß macht. Denn was für die Haut an (oder sollte man besser sagen "in"?) den Achseln gilt, sollte doch auch für den restlichen Körper funktionieren, oder?

Meine Damen: Haben Sie sich jemals Gedanken über die Farbe der Haut in Ihren Achseln gemacht? Rasur hin oder her.

Wie auch immer.
Wenn das Produkt hält, was der Hersteller verspricht, muss ich also nur den Dingens über meinen ganzen Körper rollen und schon werde ich Weißglut-weiß, richtig?

Klasse Erfindung, NIVEA!

Freitag, 4. Dezember 2009

Blogtipp: Nothing for UnGood oder Little Mirror, Little Mirror on the Wall

Wenn Ihr in der Lage seid, über das Attribut "deutsch" auch einmal zu lachen (wenn es denn ein solches Attribut gibt), dann habe ich etwas für Euch, was Euch ein paar recht heitere Stunden bescheren wird.

Johns bierernste Artikel bei Nothing for Ungood.

Blogtipp: Nothing for UnGood oder Little Mirror, Little Mirror on the Wall, Blognamen, Blogs, Deutschland, Folklore, Fotos, Klamauk, funny pics, Sprache, storytellers,

Als Einsteiger empfehle ich die "Topppostings" - zu finden in der rechten Navigationsleiste.
gefunden vía Paul


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Dienstag, 3. November 2009

Zehn komma Null

Langsam sehe ich etwas klarer, nachdem ich ein paar Leute interviewt habe.
Es geht um das Thema (Schul-)Notenvergabe in Mexiko.

(Siehe auch Die Lernbremse wird schon jetzt gezogen ,
Der Schock am Ende der extremen Ferien und
Öffentliche Schulen in Mexiko besser als ihr Ruf?)


Fakt: Ich halte gerade Niklas´ erste Prüfungsergebnisse (gibt´s alle 2 Monate) der primaria in der Hand.
Sechs Mal 10,0.
Durchschnitt = 10,0.

Von den 6 Qualifikationen erlauben nur 2 eine "Pi mal Daumen"-Beurteilung: Sport und Kunst.
Bei den anderen 4 gab es jeweils ein eindeutiges schriftliches Examen. Diese liegen mir vor und ich muss zugeben, dass ich ein wenig (positiv) erstaunt bin.
Von diesen 4 materias sind m.E. 2 wirklich wichtig - man kann das diskutieren, aber ich sehe diesen Punkt so wie wohl die meisten Menschen - Español und Mathematik.

Ich will hier nicht weiter ins Detail gehen.
Niklas´ Fortschritte wie ich sie beobachte sind großartig und mittlerweile ist mein Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Schule ordentlich gestärkt.

Was ist nun aber mit diesem: "Naja, man schiebt den Kindern schon irgendwie ein gutes Resultat zu."?
Anscheinend ist das Humbug. Zumindest seit einiger Zeit.
Ich habe mit so einigen Leuten gesprochen und das Fazit lautete: "Heutzutage muss man sich selbst in der primaria gute Noten verdienen." Und zwar durch Leistung.

Die Examen - wie bereits erwähnt - lassen keinen Platz für entweder/oder. Es gibt - mit den genannten Ausnahmen - nur richtig oder falsch.

Jetzt will ich diesen ersten Test aber nicht überbewerten, obwohl ich natürlich stolz und sehr erfreut bin, dass Niklas (als einziger in seiner Klasse) so gut abgeschnitten hat. Zu einem wichtigen Teil hat sicherlich seine Vorbildung in der (privaten) "Mondo Peque" damit zu tun.

Wenn "Wie der Vater, so der Apfel, wenn er in der Nähe des Stammes bleibt" nicht so doof klingen würde, hätte ich auch das gesagt.



Wichtig: Ich bin beruhigt und jetzt sicher, dass Niklas eine vernünftige Basisbildung erhalten (und er sie auch annehmen) wird, trotz Schulausfall und auch wenn man sie vielleicht am Ende nicht mit einer in Deutschland vermittelten vergleichen kann. (Wovon ich noch immer gar nicht so überzeugt bin.)

Genauso wichtig: Maximilian geht es endlich etwas besser!!!


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Mittwoch, 21. Oktober 2009

Clases de alemán en Aguascalientes

¡Estimados Hidrocalidos!

Les informo que está por empezar un curso nuevo de enseñanza del idioma alemán en Aguascalientes. Por la dificultad que muchos interesados tienen en cuanto al horario entre semana decidí abrir un grupo con clases los sábados.
La hora y el lugar exacto faltan por definir, pero será alrededor del mediodía (10 o 11 a.m.).
Quedan 2 o máximo 3 lugares!

Si requiere información:



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Donnerstag, 15. Oktober 2009

Ist das ein Tor oder was?

Die deutsche Norm schreibt uns vor, einen Schuss, bei dem ein Fußballspieler sich nach hinten fallen lässt und auf den Ball in der Luft über seinem fallenden Körper eindrischt, einen "Fallrückzieher" zu nennen. Oder war das doch die Umgangssprache?
Wie auch immer - allerdings ist wahrscheinlich noch kein Wort dafuer erfunden worden, wenn so etwas gleich im Doppelpack passiert und dann noch ein Tor daraus wird. Irgendwie typisch brasilianisch:



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Dienstag, 29. September 2009

50 Dinge, von denen jeder wissen sollte, wie man sie tut

Marc von "Marc and Angel Hack Life" (Practical Tips for Productive Living) hat schon vor über einem Jahr einen bemerkenswerten Artikel verfasst, der Verbreitung verdient.
In 50 Themen hat Marc zusammengefasst, was er für die grundlegendsten Dinge hält, die man im Leben wissen bzw. können sollte. Mal ernsthaft (How to hold a baby safely), mal augenzwinkernd (How to detect bullshit) und dabei trotzdem mit viel Sinn und Verstand.
In jedem der 50 Themen sind mehrere Artikel anderer Autoren verlinkt - jeder einzelne ein kleines Meisterwerk.

Voraussetzungen zum erfolgreichen Lesen:
° Englischkenntnisse
° Etwa ein halbes Jahr Zeit, um jeden Tag einen der meist ausführlichen Beiträge zu lesen (manchmal sind es aber auch "nur" Videos)

Und damit kann es losgehen:

50 Things Everyone Should Know
How To Do



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Donnerstag, 17. September 2009

Incredible, amazing, awesome, great Apple

Keine Szene wurde wiederholt in diesem Video!!!!
(Ausschnitte aus der Apple's Keynote address September 2009)


vía Alyssa Milano

Freitag, 4. September 2009

Kinder mit Down-Syndrom und Geschwister mit Down-Syndrom ... zwei typische Fragen

Nun sind sie auch mir gestellt worden, die zwei Fragen. Beide in relativ kurzem zeitlichen Abstand. Beide kamen ein wenig überraschend, und doch bereitete mir die Beantwortung beider keinerlei Probleme. Wahrscheinlich, weil ich vorbereitet war.

Die erste "typische" Frage, wenn es um Kinder mit Down-Syndrom geht, wurde mir ausgerechnet im Krankenhaus "La Raza" gestellt, als wir uns dort anlässlich Maximilians Operation aufhielten (ich weiß, ich bin die Geschichte noch schuldig).
"Ausgerechnet" sage ich, weil dort so gut wie nur Kinder mit irgend einer Form von Behinderung und den entsprechenden Begleiterscheinungen interniert waren.
Es geht um die Frage (und die Reaktion) nach dem Alter. "Wie viele Monate hat Maximilian?" lautete sie (im Spanischen fragt man, wie viele Jahre etc. jemand hat, wenn es um das Alter geht).
Maximilian wird in 3-einhalb Monaten 3 Jahre alt. Um den Schock beim Fragenden ein klein wenig zu reduzieren, habe ich nicht gesagt, dass Max 3 wird, sondern dass er 2 Jahre alt ist. "Ohhh" lautete die Reaktion. Dabei liegt Max vollkommen im Rahmen des Durchschnitts der Kinder mit dem Extrachromosom, was sein Wachstum anbelangt. Und (besorgte, negative) Gedanken mache ich mir darüber schon lange nicht mehr.
Und da ich, wenn auch unbewusst, darauf vorbereitet war, dass mir irgendwann diese Frage gestellt werden würde, machte sie mir auch wirklich überhaupt nichts aus. Ganz im Gegenteil. Die Person, die sie stellte, tat mir ein wenig leid, da sie sich in eine etwas unangenehme Situation gebracht hatte. Wir überspielten das ganz schnell, und damit war die Sache erledigt.

Kinder mit Down-Syndrom und Geschwister mit Down-Syndrom zwei typische Fragen, Behinderung, Down-Syndrom, Fotos, Maximilian, Niklas, Sprache, Liebe,

Die Frage Nr. 2 hat mit den Geschwistern zu tun und kam gestern abend ans nicht mehr vorhandene Tageslicht. Ich hörte Weinen aus dem Schlafzimmer. Doppeltes Weinen. Niklas und die Cabronsita. Als ich nachsah, was denn da los wäre und die Cabronsita - die Niklas in ihre Arme gekuschelt hielt - wieder in der Lage war, zu sprechen, stellte sich heraus, dass Niklas endlich die Frage losgelassen hatte, auf die ich eigentlich schon lange gewartet hatte, obwohl ich immer versucht habe, ihr von vorn herein entgegenzusteuern: "Warum habt ihr Maximilian lieber als mich?!"
Puuhhh!
Es ist wohl unvermeidlich, dass man in einer solchen familiären Konstellation irgendwann mit diesem Thema konfrontiert wird. Da würde es wahrscheinlich schon ausreichen, dass Max nichts weiter der kleine Bruder ist. Denn der Große besitzt schon ein ganz anderes Bewusstsein und natürlich bleibt es auch aufgrund der Pflichten und vieler anderer direkt mit dem Alter zusammenhängenden Dinge nicht aus, dass man anders mit ihm umgeht. Da muss schon häufiger einmal verboten oder sogar gemeckert werden.
Während der Kleine noch relativ frei von dieser Art von Behandlung ist.
Das Wissen um die Behinderung und dann auch noch die gravierenden medizinischen Probleme Maximilians dazu addiert, und fertig ist das Gefühlschaos bei Niklas. Denn es ist der Kleine, den jeder auf dem Arm haben will (bei Niklas ist das physisch gar nicht mehr möglich), den jeder streicheln und verwöhnen will.
Ich denke, es ist sehr positiv zu bewerten, dass Niklas endlich aussprach, was ihn da beschäftigte und dass in der Folge darüber gesprochen wurde. Denn es ist wichtig, dass er die Unterschiede im Umgang mit jeweils ihm und Max versteht. Und er scheint sie verstanden zu haben.
Und wenn er wieder Zweifel hat, werde ich wieder mit ihm reden. Aber ich glaube, das wird so bald nicht passieren. Denn in allerster Linie liebt Niklas seinen kleinen Bruder. Und nachdem er jetzt die Gründe für Dieses oder Jenes erklärt bekommen hat, denke ich, er wird davon eine ganze Weile zehren. Er scheint sogar zu begreifen, dass dieser Unterschied zwischen ihm und Max in der Behandlung, die er von uns erfährt, immer bestehen bleiben wird. Und dass dies keinen Unterschied in der Liebe bedeutet, die wir für Beide empfinden.

Samstag, 25. Juli 2009

Was ist eigentlich los mit der deutschen Sprache bzw. deren Benutzern?

Deutsche Sprache schwere Sprache.
Das wussten wir irgendwie schon.
Aber in letzter Zeit fällt mir immer mehr auf, dass es heutzutage noch schwieriger sein muss, sie halbwegs korrekt zu benutzen, als es früher gewesen sein mag.
Ich will mich hier weder als Kenner der deutschen Sprache aufspielen, noch so tun, als wäre mein geschriebenes Deutsch auch nur annähernd korrekt. Aber (vor allem) dort, wo "frei Schnauze" diskutiert wird, komme ich so langsam nicht mehr umhin zu fragen, was los ist mit der deutschen Sprache.
Als Beispiel nehme ich ein sehr schlimmes und dramatisches - weil ich es gerade gelesen habe. Felipe Massa hatte heute im Rahmen der Qualifikation des Formel Eins-Rennens am Hungaroring einen Horror-Crash. Folgende Zitate (die nur stellvertretend für eine ganze Zunft stehen) stammen aus der "Diskussion" zum Thema bei Sport1.de:

° is doch nicht mal ne woche her wo jemand von einen rad getroffen wurde
° Das künstliche Koma ist nach einer solche Operation Beeser für ihn
° ist ein fahrer in der formel 3 tötlich verunglückt
° dann darf man auch mal an ihm denken

Vertippt?
Würde bestimmt in vielen Fällen als "Ausrede" funktionieren.
Und ist bestimmt auch oft genug der Fall.
Wenn ich aber die gesamte Entwicklung dieser "Foren" betrachte, wird mir Angst und Bange um die Zukunft der deutschen Sprache, die ich einmal eingeprügelt bekam.

Wie wäre es mit einer Rechtschreibreform?

 
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