Tja, Svenja, warum macht man solche Fotos?
Besser gesagt, lässt sie machen, denn Sven liegt nicht so weit daneben.
Wir sind begeisterte Costco-Kunden.
Nur wurden die Fotos nicht im Costco gemacht.
Vor einiger Zeit schon, Roland. Dazwischen sozusagen. Nachdem es Maximilian schlecht ging und bevor es Maximilian schlecht ging. Auf jeden Fall NACHDEM es ihm GANZ schlecht ging.
Viele (für die Verhältnisse dieses Tagebuches) Kommentare (Dank auch an The real Ella und die Damen Katinka und Lupo) lassen vermuten, dass solche Bilder tatsächlich gern gesehen werden.
Aber bevor es ein weiteres elternloses Exemplar zu bestaunen gibt, zurück zur Eingangsfrage. Svenja, Du bist wahrscheinlich mit der mexikanischen Tradition vertraut, nach der man ein paar professionelle Fotos für Wand, Album und andere Ausstellungsräume von seinen Kindern machen lässt, wenn sie ungefähr ein Jahr alt sind. Frau cabronsita & familia sind Anhänger von Traditionen, was aber auch beinhaltet, dass das jeweilige Kind in bestimmten Positionen auf den entsprechenden Fotos zu sehen sein muss.
"Liegend" ist keine dieser Positionen, war aber die einzige, die Maximilian um seinen ersten Geburtstag herum praktizieren konnte. Also wurde gewartet.
Und dann kamen wir vor einiger Zeit als Gastkunden (credencial von Schwester geliehen) in den Samstag (Apostroph zwischen "m" und "s"..."tag" durch ein anderes Wort für "Verein" ersetzen...ersten und zweiten Teil trennen!) und Frau cabronsita war sofort fuego y llama, als sie die Ausstellungsfotos sah. Und so kamen sie zustande, die Bilder. Bilder wie folgendes:
Montag, 24. November 2008
Die Fotos
Labels: Fotos, Maximilian, storytellers
Sonntag, 23. November 2008
Freitag, 21. November 2008
Die nächtliche Geräuschkulisse im Schlafzimmer
unserer Höhle ist dieser Tage beängstigend. Sowohl Niklas als auch Maximilian erfreuen sich stark entzündeter Hals-Nasen-Ohren-Gänge, wie ein ausgiebiger Check des Kinderarztes gestern belegte. Beide hatten sich so schlecht gefühlt, dass sie zu Hause blieben.
Übles Schnarchen ist unter diesen Geräuschen das harmloseste. Niklas´ laute Gespräche im Medikamententraum sind zwar etwas erschreckend, aber erträglich. Schlimm wird es, wenn einer von beiden oder sogar beide gleichzeitig Erstickungsgeräusche von sich geben, was recht häufig passiert. Grund genug, die beiden im elterlichen Schlafzimmer zu haben für ein paar Nächte. Momentan fehlt ihnen auch tagsüber die rechte Lust, das Bett für größere kindstypische Aktivitäten zu verlassen.
Nun, die medizinale Konterattacke ist eingeleitet.
Bleibt zu hoffen, dass sie mit Erfolg gekrönt sein wird.
Labels: krank
Mittwoch, 19. November 2008
Wintertemperaturen in Mexiko
Ich habe den Eindruck, dass der Volksmund uns in den letzten Jahren für jeden Winter eine schlimme Zeit vorhersagte. Als Basis für diese "Prognosen" wurden immer irgendwelche Dinge im Zusammenhang mit der Regenzeit in Mexiko genannt.
Es hat viel geregnet - der Winter wird schlimm.
Es hat wenig geregnet - der Winter wird schlimm.
Die Regenzeit begann früh - der Winter wird schlimm.
Die Regenzeit begann spät - der Winter wird schlimm.
Und so weiter.
Meist waren diese Prognosen so zuverlässig wie die mexikanische Post.
In diesem Jahr allerdings könnte er eintreffen, der "harte" Winter.
Denn klimatisch gesehen ist er schon da.
Unglaublich früh, mitten im November, dass sich die Nachttemperaturen um die 0° C bewegen.
Und wenn wir von Aguascalientes reden, reden wir von einer klimatisch sehr gemäßigten Region Mexikos. In anderen Staaten gibt es wirklich Probleme, bis hin zu vielen Todesopfern jedes Jahr, die in direktem Zusammenhang mit der Kälte zu beklagen sind.
"Hart" als Attribut für die vierte Jahreszeit muss natürlich auch realtiv gemessen werden. Aber man darf einen Umstand nicht unterschätzen: In Mexiko gibt es kein ausgebautes Heizungssystem wie etwa in Deutschland. Man kann sich elektrisch oder mit Gas betriebene Heizkörper zulegen, von denen aber die wenigsten so ausgelegt sind, dass sie eine ganze Höhle - so klein sie auch sei - um ein paar Grad erwärmen könnte. Und wollte man jedes Zimmer mit einer solchen Heizmethode ausrüsten, käme man trotz vergleichsweise niedriger Energiekosten in Mexiko auf schwindelerregende Beträge. Bei elektrischer Energie als Grundlage müsste man außerdem noch befürchten, dass die zentrale Sicherung (die meisten Häuser sind nur mit einer solchen ausgestattet) nicht mitspielt.
Es gibt da dieses Sprichwort, laut dem es kein schlechtes Wetter gibt, nur die falsche Kleidung. Aus einem wohlbeheizten Wohnzimmer heraus kann man so etwas gut in die Welt posaunen. Aber man glaube mir, dass die Untertemperaturen in Büros, Häusern und Wohnungen eine sehr, sehr unangenehme Sache sind. Gerade in Momenten, in denen man körperlich nicht aktiv ist. Und morgens beim Aufstehen oder Verlassen des durch die ausgiebige Dusche ordentlich aufgeheizten Badezimmers.
Dementsprechend ist die Anzahl der Erkältungskrankheiten in Mexiko zu besagten Zeiten sehr hoch. Auch wir unterliegen diesen "Regeln" der Natur.
Allein die nächtliche Geräuschkulisse im Schlafzimmer gibt darüber Auskunft.
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