Mittwoch, 21. Mai 2008

Aller Anfang ist schwer - leider auch das Ende

War das komisch.

Ein Mausklick, und nach mehr als einem viertel Jahr stand wieder dran: Blog veröffentlicht.

Positiv komisch.

Nach den Schlagzeilen des unteren Eintrages werd ich ja noch neidischer. Auch wenn’s in keinem Boulevard-Blatt so stehen wird, die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Dinge wirklich in Lo de Marcos abspielen, ist groß (siehe Bild…).

Was ich eigentlich heute berichten will ist die Tatsache, vor der ich vor allem von Cabronsito oft gewarnt wurde, und welche man eigentlich ganz einfach umschreiben kann, wenn auch ein bisschen zu drastisch: "Dir wird keiner glauben". Naja, ganz so hart war es ja nun doch nicht. Aber es war schwierig, sehr schwierig. Anfangs hört Dir noch jeder zu, will Bilder sehen. Aber wenn Du die Linie überschreitest, also auch nach einiger Zeit mit Deiner Mexiko-Schwärmerei nicht aufhörst, dann merkst Du sehr schnell, dass Du den Zenit überschritten hast. Vor allem, wenn Du Deutschland-Liebenden weißmachen willst, dass es in Mexiko einfach viel geiler ist. Eigentlich war alles, was ich sagen wollte: Auch dort drüben lässt es sich gut leben. Dann kommen immer Kommentare wie: "Hier doch auch", und "Du kannst ja gerne wieder rübergehen, wenns Dir da so gut gefällt".
Ich könnte das ewig so weiterführen. Inwzwischen rede ich kaum noch drüber.
Das ist traurig.

Der einzige, der es nachvollziehen kann ist mein Bruder, der mit mir vier Wochen drüben war und genauso wie ich versucht hat, Mexiko im wahrsten Sinne des Wortes "aufzusaugen".

Es ist keine Arroganz wenn ich jemandem sage, dass er oder sie zwei Wochen Urlaub niemals mit einem halbjährigen (oder noch längerem) Aufenthalt vergleichen kann. Aber so ist es eben. Man spürt den Willen, mir zuhören zu wollen. Aber da ich es ja eh besser weiß, bin ich arrogant. Das ist meine Situation. Und ich war drauf vorbereitet. Dank Cabronsito. Aber bei aller Vorbereitung überwiegt leider die Überraschung, dass es tatsächlich so kam.

Versteht das jemand???

Morgen: Warum mir Mexikaner derzeit die größte Freude bereiten

Inzwischen wünsche ich dem kleinen Niklas, dass er diesmal die Wellen zähmen wird :-))

1 Kommentare:

No Ghosts Here hat gesagt…

Tja, mein lieber Patrick, hast Du die zwickende Muehle erkannt?
Bereite ich Dich nicht darauf vor, so gut ich dazu in der Lage bin, ist das Loch, in das Du faellst, noch viel tiefer.

Weisst Du andererseits um das, was mit der Seele passieren wird, kannst Du die Sache ein wenig steuern und die gefuehlte Isolation wird nicht ganz so absolut.

Dafuer aber oeffnet sich ein zweites Loch. Das Loch der Erkenntnis, dass es tatsaechlich so gekommen ist wie erwartet.

Schuld? ---> hat niemand.
Management? ---> bleibt Deine solitaere, schmerzhafte Aufgabe.

Zumindest hast Du bei der gewaehlten Variante die Gewissheit, nicht allein (kommt von Alien) mit diesem emotionalen Wirrwarr dazustehen. Es passiert ueberall, jeden Tag.
Vielleicht ein kleines Pflaster fuer die tiefe Wunde.

 
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