Donnerstag, 25. Dezember 2008

Silvester 2009 in Acapulco?

Anstatt Pläne für den 31. Dezember 2008 zu schmieden - kann man ja schonmal machen - entwickelte sich während der etwa 9 Stunden, die wir familiär gemeinsam wie bereits beschrieben (im letzten Absatz) verbrachten, erstaunlicherweise eine recht exakte Planung für das Jahresende 2009.

Nach Acapulco soll es gehen, und zwar toda la bola - wenn man den alkoholgestützten Fantasieflügen etwas Kredit geben will. Das Zusammenspiel verschiedener Umstände würde es uns erlauben, dort einen Fast-Gratis-Urlaub zu verbringen, was die Unterkunft anbelangt.

Das Hinkommen und die Verpflegung ... nun, eigentlich wurden auch diese beiden Punkte bereits im Detail geplant (C. + E. in Georgien: falls Ihr dies lesen solltet - nehmt das nicht auf die leichte Schulter!).

Abhängig wird das alles gemacht von:
Maximilian.
Was der Grund für diesen Beitrag ist.
Denn wen interessieren schon meine Urlaubspläne oder die meiner Familie (solange es nicht nach Deutschland geht)?
So ganz klar ist es mir noch nicht und so ganz einverstanden bin ich noch nicht, obwohl es zugegebenermaßen mein Herz bewegt: Die Basisvoraussetzung lautete, dass Max Superheld dabei ist. Es kann fehlen, wer will. Aber nicht Maximilian. Sprich wenn Maximilian nicht nach Acapulco fährt, fährt niemand nach Acapulco.

So richtig begründen konnte mir diese Einstellung niemand.
Aber eine klare Positionierung des Kleinen innerhalb dieser Familie fand heute statt.
Ausgesprochen.
Die unausgesprochene Einigkeit darüber, was dieser kleine Mensch jedem Einzelnen und der Community als Ganzes gesehen bedeutet.

Dieser kleine Mensch, der noch nichts kann, was Andere in seinem Alter schon können.
Dieser kleine Mensch, der seinen Eltern anscheinend nur Probleme bereitet.
Dieser kleine Mensch, dem einige Klamotten noch nicht passen, die er zum ersten Geburtstag geschenkt bekam.

Man spürt, man sieht es natürlich bei jedem familiären Zusammensein.
Welches der Kinder wird gesucht, auch von den anderen Kindern?
Um es auf dem Arm zu haben.
Um es zu berühren.
Um von ihm berührt zu werden.
Um sein Lächeln einzufangen.

Aber so deutlich wie heute bei dieser Urlaubsplanung wurde es noch nie gemacht.
Klar - jeder weiss ...
selbst einige meiner Leser wissen ....
dass ein schwieriges Jahr 2009 bevorsteht.
Ihm, uns, mir.
In erster Linie ihm.
Denn es ist sein Leben, um das es geht.

Ob wir nun nach Acapulco fahren, wenn das Jahr 2009 zu Ende geht, oder nicht.
Ich muss dieser Familie einmal ein Dankeschön aussprechen einfach dafür, wie sie ist.
Denn ich höre und lese immer noch viel zu oft von diesen Downies, denen inklusive ihrer Eltern mit Unverständnis, Ablehnung und Hass begegnet wird.
So schwierig es (aufgrund meiner eigenen Erfahrung) für mich ist, solche Dinge zu glauben oder sie mir vorzustellen, bin ich doch sicher, dass sie existieren.

Womit ich dazu komme, einen ganz speziellen Gruß an all jene Eltern, Familienangehörige und Freunde von behinderten Menschen zu senden, die oben genannte Dinge am eigenen Leib (und vor allem der eigenen Seele) erfahren müssen.

3 Kommentare:

Gabriela hat gesagt…

Ich leite die Grüße gern an unsere direkten Nachbarn weiter, denn unsere veterinarios haben vier lebhafte Söhne, wovon der fröhlichste ein Downie ist - voll integriert und akzeptiert, immer mit dabei.
Ich sende die saludos gerne übern Zaun, zu den verständnisvollen Eltern und Geschwistern, die ein positives Beispiel abgeben von etwas, das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte...so wie bei euch :-)

luposine hat gesagt…

IHR WERDET SILVESTER 2009 IN ACAPULCO SEIN!!!!

Ganz klar! Ich rück euch alle verfügbaren Daumen und Zehen dazu!!

Späte aber nicht minder herzliche Feiertagshuggels von eveline

Sandy hat gesagt…

Seit Monaten lese ich hier still mit - aber jetzt muss ich mich einfach einmal ein wenig lauter melden:

Ihr fahrt nach Acapulco!
Alle Zusammen - alle in einem Jahr!

Viele Grüße aus dem kalten Deutschland!
Und lass euch gesagt sein, dass ihr einfach eine klasse Familie seid!

Sandy

 
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