Mittwoch, 7. Januar 2009

Habe ich eigentlich "gute" Namen für meine Kinder gewählt?

Eine merkwürdige Frage vielleicht, weil Namen doch etwas so selbstverständliches werden, wenn man sie erst einmal eine Zeitlang benutzt hat.
Und natürlich muss es "wir" heißen, die die Namen ausgesucht haben, nicht "ich".
So einige Aspekte spielten bei der Namenswahl eine Rolle. Neben der Bedeutung und dem generellen Gefallen u.a. die Kombination mit spanischen Nachnamen und die Möglichkeit, bösartige "Kosenamen" aus dem Vornamen zu entwickeln.
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Aussprache der Namen für Leute, die nur der spanischen Sprache mächtig sind.

Und da habe ich mich - haben wir uns - geirrt.
Nicht schwerwiegend und nicht problematisch.
Aber der Name unseres kleinen Superhelden bereitet doch vielen Leuten leichte Ausspracheschwierigkeiten.
Während Niklas den Mexikanern genauso leicht von der Zunge geht wie etwa das Wort entrerrenglonar (natürlich darf ab und an der Niklacito oder der Niklasín nicht fehlen), ist ein Name, der auf "n" endet, für die spanische Zunge nicht so einfach zu bewältigen.

Wenn ein Akzent auf dem letzten "a" wäre (Maximilián), dann wäre es noch erträglich. Sprich anhand anderer Beispiele im Spanischen existent.
Ansonsten allerdings gehört ein "o" dahinter.
Und an dieses fehlende "so" können sich einige Leute einfach nicht gewöhnen.
So ist einer der Aussprachefehler der Maximiliano.
Aber es gibt noch eine Alternative.
Wenn man nämlich ein "m" aus dem "n" am Ende des Namens macht.
Das Ganze lautet dann Maximiliam.

Selbstverständlich gibt es auch eine Menge Leute, die es schaffen, den Namen richtig auszusprechen.

Nun muss man aber nicht glauben, dass wir uns über die Aussprachefehler ärgern.
Wir haben unseren Spaß daran.

4 Kommentare:

Svenja hat gesagt…

Wir haben eine spanischen Namen für unseren Zwerg gewählt hier in Deutschland und haben ähnliche Probleme.
Wobei das "Problem" daran ist, das wir Marysol schreiben (wegen der Bedeutung Mar y Sol) und nicht Marisol.
Viele Deutsche versuchen deshalb es immer "englisch", also Mary (Meri) auszusprechen.
Vielleicht überlegen wir uns beim nächsten was anderes ;-)
Liebe Grüße
Svenja (den Namen kann auch keiner in Mexico richtig aussprechen)

PS.Mir gefallen beide Namen deiner Söhne.

rolandmex hat gesagt…

'Roland' ist auch nicht gerade ein Name, der Mexicanern leicht von der Zunge geht. Da werde ich desöfteren zu 'Rolan', 'Ronal' oder 'Ronald' (selbst wenn ich buchstabiere oder sage: "Es 'Rolando' sin 'O' al final.") - am besten sind die Pappnasen, denen ich einen Brief oder eine Mail schreibe, mit meinem Namen unterschreibe (gut leserlich) und die dann mit 'Estimado Ronald' antworten).

Genau deswegen haben wir uns für einen "internationalen" Namen für unsere Tochter entschieden. 'Karen' können Mexicaner, Deutsche, Engländer und Niederländer gleichermassen einfach aussprechen (mit ihrem zweiten Vornamen 'Julieta' gibt es nur geringfügige Aussprache-Unterschiede).
Unser zweites Kind wird ebenso "global-kompatible" Mainstream-Vornamen erhalten, um es nicht sein Leben lang damit zu "bestrafen"; ich habe hier in Mexico Namen gehört, da tun einem die Kids so richtig leid...

Sven hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Sven hat gesagt…

In Mexico gibt's dann ja auch noch die (Un)sitte, den ersten Sohn nach dem Vater zu benennen.

Das wird bei uns sicher nicht passieren, denn erstmal finde ich das albern, zweitens ist mein Ego dann doch nicht so gross, und drittens ist ein S am Anfang des Wortes noch schlimmer als ein N am Ende. Dann noch ein V dabei (oder ist es ein B?), und das Chaos ist perfekt.

"Esben?"
- No.
"Ay, perdon. Se-ben"
- Tampoco.
"Ah, gringo. Steven"
- Haha, no manches!
"Pues vete a la chingada, guero."

So muss Mutti dann halt zwei Namen rufen, wenn's Essen gibt... ;)

 
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